NVAusgabe 2010/2011 www.acura-kliniken.com Ein weiterer wichtiger Therapiebaustein sind außerdem die Konzentrative Bewegungstherapie und die Gestaltungs- und Kunsttherapie als non-verbale Therapieverfahren in der Anwendung. Diese werden ergänzt durch Körperpsy- chotherapie und Physiotherapie. Behandelt werden in der Klinik vorzugsweise Patienten mit schweren psychischen Störungen wie Ängsten, Depressionen, Essstörungen und somatoformen Störungen, aber auch Patienten mit kör- perlichen Erkrankungen, wie zum Beispiel Rheumapatien- ten, die gleichzeitig schwerwiegende psychische Probleme haben. Warum holten vor knapp 8 Jahren die Verantwort- lichen des Rheumazentrums ausgerechnet Prof. Eich in die Stadt an der Oos? Ein weiteres Spezialgebiet seiner Ar- beitsgruppe war die Forschung mit chronischen Schmerz- und insbesondere Fibromyalgie-Patienten. Daher wurde zusammen mit ihm in dem benachbarten Rheumazentrum eine Sektion für Interdisziplinäre Schmerztherapie einge- richtet, die kollegial von Fachärzten für Rheumatologie, Physikalische Medizin und Psychosomatik geleitet wird. In der Sektion werden Patienten behandelt, bei denen aktu- elle oder chronische Schmerzen zu körperlichen Störun- gen und emotionalen Problemen führen. Hierbei werden anerkannte wissenschaftliche Standards angewandt. An der Ausarbeitung dieser evidenzbasierten Leitlinien zum chronischen Schmerzsyndrom und zur Fibromyalgie hat Prof. Eich aktiv mitgearbeitet. Über Fibromyalgie hat er zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen vorgelegt und Vorträge gehalten. „Ein wichtiges Element der Thera- pie ist die Ermunterung des Patienten, sich aktiv mit der Erkrankung auseinanderzusetzen. So überlegen wir ge- meinsam, wie es möglich ist, sein Leben so zu verändern, dass er mit den Schmerzen besser leben kann.“ Die Er- gebnisse der Therapie sind so erfolgreich, dass sie auch von anderen Kliniken übernommen wird. Was ist die Sektion Interdiszipli- näre Schmerztherapie? Sie ist ein Teil des Rheumazen- trums Baden-Baden. Sie befindet sich in dem Gebäudekomplex der ACURA Klinik. Zusammen mit der Klinik hat sie den Status eines Akut-Krankenhauses. In der Sek- tion werden Patienten behandelt, bei denen aktuelle oder chronische Schmerzen zu körperlichen Stö- rungen und emotionalen Proble- men geführt haben. Hierbei werden anerkannte wis- senschaftliche Standards ange- wendet. Das Konzept sieht die Arbeit nach einem biopsychosozia- len Modell vor. Eine ausführliche Anamnese- und Befunderhebung sowie eine körperliche Untersu- chung stehen am Beginn der Behandlung. Darauf baut eine in- tegrative Diagnose auf, die Grund- lage für einen fundierten Be- handlungsplan. Ziel ist die opti- male und effiziente Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen am Bewegungssys- tem. Chefarzt Professor Dr. med. Wolfgang Eich mit Kollegen Ärztliche Leitung Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
