Acura

PVAusgabe 2010/2011 www.acura-kliniken.com > Moderne medikamentöse Therapiekonzepte sind bei der Behandlung von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen nicht mehr wegzudenken. Die Stärke dieser Therapieform liegt darin, dass Entzündungskas- kaden rechtzeitig unterbrochen werden und so eine dauerhafte Schädigung der betroffenen Strukturen verhindert wird. Neben herkömmlichen Medikamenten prüfen die ver- antwortlichen Ärzte in der ACURA Klinik Baden-Baden immer auch den Einsatz von Substanzen der Klasse der Zytokininhibitoren (z. B. TNF-alpha-Hemmer) oder sonstiger meist antikörperbasierten Therapien, soge- nannte Biologika. Die erfahrungsgemäß hochwirksamen Medikamente sind bei entsprechender Indikation ein fester Bestandteil des stufenweisen Therapieplans bei entzündlichen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen sowie gegebenenfalls auch bei Systemerkrankungen wie Kollagenosen und Vaskulitiden. t^p=pfka=_flildfh^\ Dem Geheimnis der hochwirksamen Therapien auf der Spur Sind Biologika Medikamente der Alternativmedizin? Nein, das sind sie nicht. Die Gruppe der Biopharmzeu- tika gehören zu den Arzneistoffen, die mit Mitteln der Biotechnologie in gentechnisch veränderten Organismen hergestellt werden. Biologika sind hochpotente Wirk- stoffe, die gezielt in die Vorgänge des Körpers eingreifen. Gerade bei Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel Rheuma wird durch solch eine Therapie das Immunsys- tem so beeinflusst, dass die schmerzhafte und zerstö- rerische Entzündung gebremst oder sogar blockiert wird. Der Chefarzt des ACURA Rheumazentrums, Professor Dr. med. Christoph Fiehn, arbeitet seit vielen Jahren wissenschaftlich an der Entwicklung von Biolo- gika mit. Dank der Tatsache, dass das ACURA Rheuma- zentrum eine Studienambulanz unterhalten kann, die von Dr. med. Carl Goerke geleitet wird, ist es in der Lage, diese modernsten immunologisch basierten Medika- mente einzusetzen. (siehe auch Seite 10 + 12) ^j_ri^kw=c§o=hifkfp`eb=pqrafbk= fk=abo=^`ro^=hifkfh > Medikamente können erst zur Anwendung kommen, wenn sie in einem kontrollierten experimentellen Umfeld am Menschen erforscht worden sind. Diese Phase der Erforschung nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und ist sehr kostspielig. Im Rahmen der Entwicklung eines neuen Therapiean- satzes stellen die klinischen Studien (oder klinischen Prüfungen) den letzten Schritt in der Entwicklung dar. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Pharmaforschung. In der Praxis geht es dabei meistens um die Verträglichkeit und/oder medizinische Wirksamkeit von Medikamenten. Die Entwicklung eines Medikamentes wird in sogenannte klinische Phasen unterteilt. Diese Unterteilung geht auf den Code of Federal Regulations der US-amerikanischen Behörde FDA zurück. Die Genehmigung für eine Studie der nächsthöheren Phase wird von der entsprechenden Aufsichtsbehörde üblicherweise nur dann erteilt, wenn die vorangegangene Studienphase mit Erfolg abge- schlossen wurde.

Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download