Krankheiten
Krankheiten werden normalerweise in Form von Diagnosen festgestellt. Das sagt aber wenig über die Befindlichkeit und die Gefühle unserer Patienten aus.
Die Patienten fühlen sich niedergeschlagen, hoffnungslos und verzweifelt, sie leiden unter ihren Ängsten und Panikattacken, es wird ihnen plötzlich übel oder schwindelig, sie können nicht mehr essen und magern ab, sie trauern ohne Ende um den Verlust von Eltern, Kindern, Ehepartnern oder nahen Angehörigen und finden keinen Ausweg aus ihren Problemen und Konflikten. Oder sie leiden an Vernachlässigung und Missbrauch, an körperlich unerklärlichen Symptomen und Beschwerden und wissen sich nicht mehr selbst zu helfen. Hier versuchen wir ihnen Unterstützung und Hilfe anzubieten.
Zu wissenschaftlichen Zwecken und zur Abrechnung mit den Krankenkassen werden „Diagnosen“ formuliert, die nach dem Diagnoseschlüssel der Weltgesundheits-organisation (WHO) als ICD-10 Diagnosen (10. Auflage des International Classification of Disease) kodiert werden.
Diagnosen
Depressive Episoden 37%
Angst und Panikstörungen 22%
Somatoforme Störungen 20%
Essstörungen 7%
Andere Diagnosen 14%
Die Tabelle gibt Ihnen einen Einblick in diese Diagnosenstatistik. Sie spiegelt aber nicht das Ausmaß und die Schwere des Leidens, das die Patienten empfinden. Zudem wird nur die Hauptdiagnose angegeben. Die meisten Patienten, die stationär behandelt werden, erhalten mehrere Diagnosen und haben meistens neben ihrer psychischen Problematik auch noch eine körperliche Erkrankung.




