Ihre Behandlung

in der Sektion Interdisziplinäre Schmerztherapie SIS

Die Sektion Interdisziplinäre Schmerztherapie (SIS) arbeitet nach einem biopsychosozialen Modell. Eine ausführliche Anamnese- und Befunderhebung sowie eine körperliche Untersuchung stehen am Beginn der Behandlung. Darauf baut eine integrative Diagnose auf, die die Grundlage für einen fundierten Behandlungsplan bildet. Der Fortschritt der Therapie wird regelmäßig in den Teambesprechungen überprüft und der jeweiligen Situation angepasst. In der Sektion arbeiten Ärzte der Klinik für Rheumatologie (Leitung: Dr. N. Miehle) und der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin (Ärztliche Leitung: Prof. Dr. W. Eich) eng zusammen. Ziel ist die optimale und effiziente Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen am Bewegungssystem. Die Therapien sind wissenschaftlich fundiert und evaluiert und ersparen dem Patienten unnötige und ineffiziente Therapieformen. Diese integrative Therapie unterliegt einem andauernden qualitätsgesicherten Anpassungs- und Evaluationsprozess. Dazu werden kontinuierlich die Ergebnisse der klinischen Forschung berücksichtigt.

 

Wir behandeln Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzerkrankungen, die neben ihrer körperlichen Symptomatik auch unter begleitenden psychischen Störungen leiden und deren ambulante oder teilstationäre Behandlung nicht ausreichend ist, um zu einer Linderung der Beschwerden oder zu einer besseren Krankheitsverarbeitung zu führen. Im Vordergrund stehen neben multilokalen chronischen Schmerzerkrankungen (wie z. B. der Fibromyalgie), auch komplexe lokale und regionale Schmerzzustände des Bewegungssystems (wie akute oder chronische Rückenschmerzen) sowie akute Überlastungsreaktionen in Überforderungssituationen, die zu Schmerzen führen.

 

Forschung und Lehre
Die Klinik ist durch die enge Verknüpfung mit der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg und der Sektion integrierte Psychosomatik des Bewegungssystems der Universität Heidelberg an vielfältigen Forschungs- und Lehraktivitäten beteiligt und garantiert damit ein hohes Qualitätsniveau sowie eine zügige Umsetzung neuester Forschungsergebnisse in konkretes therapeutisches Handeln. Die Klinik ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg.

 

Die Methode
Wir arbeiten nach einem integrierten und lösungsorientierten Behandlungskonzept, das an die Fähigkeiten und positiven Erfahrungen des Patienten anknüpft. Im Rahmen unseres therapeutischen Stationskonzepts erhalten die Patientinnen und Patienten physikalische Therapie mit aktiver Krankengymnastik im Wasser und im Trockenen, muskellockernde Massagen, Wärmebehandlungen, Ergometertraining, Körperwahrnehmungsübungen und Entspannungsübungen. In psychologischen Gruppengesprächen sowie auch Einzelgesprächen werden Informationen zu chronischen Schmerzerkrankungen und die Krankheitsverarbeitung im Kontext der jeweiligen Situation erarbeitet. Insgesamt werden individuelle Therapien und Gruppenmaßnahmen miteinander abgestimmt.