Unser Labor

Im hauseigenen Labor unserer Akutklinik können wir sowohl Routine- als auch Spezialuntersuchungen auf höchstem Niveau durchführen.  


Im Einzelnen beinhalten die Laboruntersuchungen in der Rheumatologie ein normales Routinelabor mit Blutbild, klinisch-chemischen Analysen wie zum Beispiel Elektrolyte, Nieren- und Leberwerten sowie als Hinweis auf eine Entzündung die Blutsenkung und das C-reaktive Protein. Weiterhin werden Urin-Untersuchungen mit Teststreifen sowie auch per chemischer Analyse durchgeführt. Je nach Fragestellung erfolgen weitere spezielle laborchemische Untersuchungen (wie z.B. Elektrophorese und Proteindiagnostik).


Blutbild
Bei der Blutbild-Untersuchung wird insbesondere auf den Hämatokrit (Anteil der roten Blutkörperchen am Blutvolumen), Leukozyten (die weißen Blutkörperchen), Erythrozyten (die roten Blutkörperchen) und die Thrombozyten (Blutplättchen) geachtet. Die Leukozyten vermehren sich häufig bei Entzündungen. Der Hämatokrit zeigt die durch die chronische Entzündung oft verminderte Zahl der Erythrozyten an. Die Ergebnisse weisen dann entweder in die Richtung einer Entzündung oder bei fehlenden Entzündungszeichen in die Richtung von degenerativen (verschleißbedingten) Erkrankungen.


Immunologisches Labor
Im immunologischen Labor werden Spezialuntersuchungen durchgeführt, dazu gehören der Nachweis des sogenannten Rheumafaktors (ein Antikörper gegen körpereigenes Eiweiß) ebenso wie Antikörper gegen CCP (cyclische citrullinierte Peptide). Diese sind prädiktive Marker mit einer hohen Spezifität (95 Prozent) für die RA (Rheumatoide Arthritis), die sich schon sehr früh im Verlauf der Erkrankung nachweisen lassen, oft sogar schon viele Jahre vor den ersten Symptomen.


Für die Kollagenosen und immunologischen Systemerkrankungen (zum Beispiel Lupus, Polymyositis, Skleodermie, Vaskulitiden) werden Spezialuntersuchungen zum Nachweis bestimmter Antikörper durchgeführt wie zum Beispiel ANA (Antinuclear antibodies), ENA (Extractable Nuclear Antigens), ds-DNA-Antikörper und ANCA (Anti-Neutrophilen-cytoplasmatische Antikörper). Diese können konkrete Hinweise auf die Grunderkrankung und ihre Aktivität geben.


Gelenkpunktat
Eine Möglichkeit der weiteren Labordiagnostik beinhaltet die Untersuchung von Gelenkpunktat. Dabei wird Gelenkflüssigkeit durch eine Punktion gewonnen und diese wird anschließend laborchemisch und mikroskopisch auf Kristalle oder weitere Krankheitserreger untersucht.